Mit Feder und Tinte
Wie viel Tinte darf auf der Feder sein, dass es keine Kleckse auf dem Papier gibt und wie lange muss das Siegel auf das Wachs gedrückt werden, bis der Briefumschlag fest verschlossen ist? Während der Sommerferien finden im Museum Kirche in Franken offene Mitmachprogramme statt.
Am Dienstag, 18. August, ist in der Spitalkirche eine Infostation aufgebaut, zwischen 13.00 und 16.00 Uhr geht es dort nach dem Motto „Wachstäfelchen – mit einem Wisch ist alles weg“ darum, welche Bedeutung Wachstafeln hatten, als Papier zu teuer war. Parallel findet im Museumsgelände im Bauernhaus aus Mailheim von 13.30 bis 15.30 Uhr ein Mitmachprogramm zur Herstellung von Wachstäfelchen statt.
Zum Welttag des Briefeschreibens am Sonntag, 6. September, wird zwischen 14.00 und 16.00 Uhr in der Spitalkirche eine mittelalterliche Schreibwerkstatt eingerichtet. Musste einst in den Spitälern doch genauestens Buch geführt werden, um die Einnahmen und Ausgaben zu protokollieren. Daran erinnern auch die Mitmachprogramme anlässlich der Mittelaltertage am 2. und 3. Oktober, wenn es zwischen 14.00 und 17.00 Uhr „Mit Brief und Siegel“ beziehungsweise „Geschwungene Feder und schwarze Tinte“ heißt.
Zuvor noch, zum Endspurt der Sommerferien am Sonntag, 13. September, ist in der Spitalkirche ein Mitmachprogramm für Groß und Klein geplant: Zwischen 12.00 und 14.00 Uhr lässt sich der ehemalige Stiftungspfleger Hermann Gerhäußer beim Glockenläuten mit dem Seil über die Schulter schauen.

